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Gildeball 2016

Der Gildeball der „Chiemseenixen“ in der Mehrzweckhalle in der Nacht von Freitag auf Samstag zählte einmal mehr zu den Höhepunkten der Faschingssaison in der Chiemseegemeinde Bernau. Rasante und kreative Shows der Prinzenpaare und Faschingsgarden sowie die flotten Tanzrunden der „The Munichs“ trugen zu einer überaus gelungenen und ziemlich langen Ballnacht in Bernau bei.

Bernau – Auch die kulinarische und vor allem mitternächtliche Versorgung mit Weißwürsten von „Kampenwand“-Wirt Werner Heinrichsberger war ein wichtiger Beitrag zum guten Gelingen. Gar nicht erst zu reden von der „Nixen-Bar“, die bis in die frühen Morgenstunden nicht nur wegen der exquisiten Getränkekarte zentraler Anziehungspunkt für die Nachtschwärmer war.

Funkenmariechen Elisabeth eroberte die Herzen

Den Abend eröffneten die Bernauer Jugend-Hoheiten Julian I. und Alexa I. mit einem bezaubernden Walzer. So groß wie ihr heuriges Themenland Argentinien ist auch die Farbenvielfalt des jungen Nixen-Hofstaates. Gespickt mit großer Geschicklichkeit sowie Hebe- und Sprungfiguren und in einer ansprechenden Choreografie zeigten die Kinder- und Jugend-Garden unter anderem den Nationalsport Fußball, der Stars wie Diego Maradona und Lionel Messi hervorgebracht hat. Ganz große Klasse war auch in ihrer dritten Saison Funkenmariechen Elisabeth. Sie eroberte mit zauberhaften Figuren und eleganten Sprüngen einmal mehr alle Herzen im Sturm.

Ihre Tollitäten Sabine I. und Sebastian I. aus Bad Endorf eröffnete mit ihrem Walzer und dem Showtanz zu Abba-Melodien den Reigen der Gastgarden. Zum Motto AIRobic“ legte ihre Tanztruppe „Hurricanes“ eine knackige, temperamentvolle Show auf die Bretter.

Nur alle zwei Jahre gönnt sich die Faschingsgesellschaft Neubeuern ein „großes Programm“ mit Garde und Prinzenpaar. Heuer begleitet die Hoheiten Prinzessin Susanne III. und Prinz Joseph V. ein bunt gemischtes Ensemble, das stilecht und todschick gekleidet Hits aus den 1920er-Jahren und den legendären Charleston präsentierte.

Garant für einen wunderbaren klassischen Walzer des Prinzenpaares ist von jeher die Faschingsgilde Aschau. Heuer absolvierten Veronika II. und Johannes I., der „Prinz mit dem schönsten Bart Bayerns“, diese Aufgabe mit Bravour. „Zeit, dass sich was dreht“ fanden die Gardedamen und legten mit bunten Länderfahnen eine feine Choreografie und Huldigung für das „runde Leder“ aufs Parkett.

Die „Mesl-Indianer“ aus Prutting begeisterten mit einer herrlich unkonventionellen Show aus dem Wilden Westen. Mit viel Humor, großer Liebe zum Detail und einem amüsanten Mix aus Selbstironie und Klischee outeten sich die Pruttinger, die ebenfalls nur jedes zweite Jahr in der närrischen Zeit „ausrücken“, als Westernfans. Squaw Martina I. und der wahrscheinlich größte Häuptling Bavariens, Mane-tou I., zeigten sowohl beim Walzer als auch beim Showtanz zu Bon Jovis „Blaze Of Glory“ eine fantasievolle Choreografie.

Da setzte die Priener Obrigkeit unter Regentschaft von Jessica I. und Simon I. mit einem perfekten Walzer und einer akrobatischen Show gerne noch einen drauf und ließ sich vom Hofstaat das Leben der Cowboys und Cowgirls und vor allem die Tricks des beliebten Line-Dance zeigen.

Mit „Zirkusfieber“ waren die „Members of Dance“ zum neunten Mal zu Besuch beim Bernauer Gildeball und selbstverständlich gab es wieder Beifallsstürme für ihre grandiose Show.

Ausmarsch als Hommage an Evita Peròn.

Ausgezeichnet vorbereitet präsentierten sich die Gastgeber der „Chiemseenixen“ beim großen nachmitternächtlichen Auftritt. Die Bernauer Hoheiten Simone I. und Florian II. glänzten mit Walzer und Salsa. Eine wohldurchdachte knackig-kurze Show-Choreografie mit akrobatischen Hebe- und Wurffiguren sowie sauberer Beinarbeit zeichnete den Marsch der Gardedamen und –herren der Nixen aus. Ihren Ausmarsch gestalteten die Nixen und ihr Hofstaat als Hommage an Argentiniens berühmteste Tochter, Evita Peròn.

© OVB